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Wenn man an Backpacker Rucksack-Touristen denkt, kommt einem sofort ein Alter zwischen 16 und 26 Jahren in den Kopf. Aber das ist falsch! Auch im gesunden Alter von 50 und einigen Jahren mehr ist es kein Problem, mit dem Rucksack loszuziehen und die Welt zu entdecken. Vielleicht hat man es geistig in jungen Jahren einfacher oder vielleicht gehört ein wenig mehr Mut dazu, in der Mitte seines Lebens, den Rucksack auf den

Unser Abenteuer begann eigentlich 2 Jahre vor unserem Trip, unserer Reise. Damals fuhr unsere Tochter im Alter von 20 mit ihrer Freundin nach Thailand. Nach ihrer Rückkehr meinte sie nur: „Papa, Mama, das ist auch etwas für euch.“ Aber dann sind doch noch einige Monate vergangen von der Idee bis zur Umsetzung unseres Planes.

Im Dezember beschlossen wir, unsere Ausbildung als Backpacker zu beginnen. Als erstes musste der Flug gebucht werden. Über zahlreiche Flugbörsen im Internet versuchten wir, einen günstigen Flug von München nach Bangkok, Thailand, zu ergattern. Doch aus anfänglichen 300 Euro für einen Hin- und Rückflug kamen mit jeden weiteren Klick für Gepäck, Sitzplatz, Versicherung, Uhrzeit, und, und, und, weitere Kosten zum Flugpreis hinzu. Sogar das Bezahlen wurde uns in Rechnung gestellt. Nach zahlreichen Versuchen und ziemlich frustriert, haben wir unser Glück dann über die Homepage von ThaiAir versucht. Und was soll man sagen? Es blieb beim anfänglichen Preis trotz 30 Kilo Freigepäck, Sitzplatz-Reservierung und Bezahlvorgang. So war der Direktflug München-Bangkok günstiger, als mit Zwischenlandung über die Buchung per Flugbörsen-Portal.

Ach ja, und eines kann ich auch sagen, 30 Kilo Freigepäck sind wirklich mehr als ausreichend, immer daran denken: Man muss alles tragen.

Kleiner Tipp: Wenn Sie den Flug zeitig im Voraus buchen, können Sie einen direkten Hin-und Rückflug für 400 Euro ergattern.

Zwei Wochen vor unserem Flug begannen wir so langsam, unsere Koffer, was ja eigentlich Rucksäcke waren, zu packen. Also mussten erst einmal zwei Rucksäcke her.

Da wir ja schon von unserer Tochter wussten, auf was wir uns einlassen und nach intensiver Forschung zahlreicher Bücher, packten wir nur das nötigste ein, mit der Idee, alles was wir sonst noch brauchen, in Bangkok zu kaufen:

  • Moskitonetz
  • Kleiner Schlafsack (aus Hygiene Gründe, falls ein Bett mal nicht so sauber ist)
  • Taucherbrille (für mich eine, mit meiner Sehstärke)
  • Badetücher (vergessen Sie Mikrofaser-Handtücher, auf diesen wollen Sie garantiert nicht am Strand liegen)
  • Badezeug

Leinenhosen, Hemden, T-Shirts wollten wir (haben wir) in Bangkok kaufen. Wie schon anfangs erwähnt, lieber weniger einpacken, als zu viel … es muss ja getragen werden.

Am 14. Januar war es dann soweit, der Beginn unseres großen Abenteuers. Wir flogen mit ThaiAir von München nach Bangkok. Nach der Landung um 5 Uhr war die Aufregung groß und das Wetter alles andere als in Deutschland … 30 Grad!!!!!!!

Am Flughafen selbst ging alles ziemlich flott durch die „Immigration“, dem Einreisebericht für Thailand. Nach dem ersten Geldabheben, 10.000 Baht an einem ATM Automaten, ging es weiter. Wir besorgten uns als erstes eine thailändische SIM-Karte für unser Handy. Im Vorfeld haben wir viel darüber gelesen, aber Vorort war alles weg. Wir kauften eine True Move Tourist Sim Card für 299 Baht, nach der Aktivierung hatten wir eine Woche Internet in Thailand, mehr Informationen zum Internt in Thailand gibts hier. Aber eines kann ich jetzt schon verraten: Vergesst eure Erfahrung im deutschen Handy-Netz. Auf jeder noch so kleinen Insel hat euer Handy Empfang. Obwohl wir ja angeblich ein so technisch weit fortgeschrittenes Land sind, das thailändische Handynetz ist uns um Jahre voraus. Vom Ausgangsbereich am Flughafen ging‘s über mehrere Rolltreppen in die unterste Ebene. Eigentlich wollten wir ja mit der Bahn in die Stadt fahren, aber nach dem zehnstündigen Flug wollten wir nur noch ins Hotel und beschlossen daher, ein Taxi zu nehmen.

Am Taxicounter zogen wir einer Nummer, bei uns war es die Nummer 12. Mit dieser gingen wir an den Schalter 12, wo wir dann von unserem Taxifahrer abgeholt wurden. Für einen Festpreis von 600 Baht ging es über die Landstraße und den Stau in 1 ½ Stunden in unser Hotel. Da der Taxifahrer auf 1000 Baht nicht heraus geben konnte, war er auch mit 500 Baht zufrieden. Komisch, dachte ich mir da! Sollte der Preis zu hoch gewesen sein?

Tipp: Aus Fehlern lernt man. Besteht beim Taxi darauf, dass er das Taximeter einschaltet und erklärt ihm, dass ihr über den Express-Way fahren wollt. Die Kosten kommen allerdings zu dem Fahrpreis dazu.

Seht selbst, was dann für euch günstiger ist:

  • Festpreis mit Stau über die Landstraße 600 Baht (90 Minuten)
  • Fahrt mit Taximeter 270 Baht plus 130 Baht Express-Way (45 Minuten)

Da unser Kulturschock wirklich groß war, waren wir froh, dass wir uns am Anfang für ein 5 Sterne Hotel entschieden haben. Das „Prince Palace Hotel“ in Bangkok. Dort habe ich über booking.com für zwei Tage ein Zimmer reserviert.

Als uns das Taxi vor dem Hotel in die Freiheit entließ, waren wir direkt im Trubel von Bangkok angekommen. Aber total müde, waren die Augen ziemlich klein und es ging in den 11. Stock zur Rezeption. Und siehe da, wir konnten unser Zimmer schon um 9 Uhr in der Früh beziehen im 29. Stockwerk mit einer wahnsinnigen Aussicht über Bangkok! Total fertig fielen wir ins Bett und schliefen den Schlaf der gerechten. Bis uns der Wecker um 15 Uhr Ortszeit Bangkok aus den Träumen holte.

Noch so richtig kaputt vom Zeitunterschied wollten wir aber trotzdem einen kleinen Blick in die neue Stadt wagen. Also machten wir uns entlang des Khlong Saen Saep, einem, dem Kanal in Bangkok auf Richtung Innenstadt.

Man sollte den Kanal von der Sauberkeit und Hygiene nicht mit einem Gewässer bei uns vergleichen, also ihr wollt garantiert nicht reinfallen oder gar baden in diesem. Aber man spürt entlang des Kanales, wie das Leben sich an diesem abspielt. Nach einem kurzen Spaziergang sahen wir ihn schon aus der weite, golden in der Abendsonne glitzern. Der Wat Saket Ratcha Wora Maha Wihan, kurz der goldenen Tempel Berg.

Die Tempelanlage stehe auf einem künstlichen Berg in der Altstadt von Bangkok und ist einer der ältesten Tempel der Stadt. Gerade nach den ersten Eindrücken in Bangkok ist es richtig erholsam, die Ruhe mitten in der Stadt zu genießen. Weiter kann man, nach dem erklimmen des Tempels mit einem kühlen Getränk die wundervolle Aussicht auf die Hauptstadt Thailands genießen.

Langsam neigte sich so unser erster Tag dem Ende entgegen und wir waren schon voller Erwartung auf den nächsten.

 

unsere Hotels in Thailand

Prince Palace Hotel
Hostel Fulfill Phuket

 

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